Beitrag auf ksta.de von Philip Sagioglou
Köln - Für den Fall, dass zahlungskräftige Vereine an einem ihrer Spieler interessiert sein sollten, müssten sie sich eben damit auseinandersetzen, haben die Verantwortlichen des 1. FC Köln in der jüngeren Vergangenheit stets erklärt. „Es hat sich nichts daran geändert, wie wir mit solchen Situationen umgehen: Sobald etwas auf den Tisch kommt, werden wir uns damit beschäftigen“, sagte Trainer Peter Stöger dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ noch vor wenigen Tagen. Der Verein sei zwar nicht zum Verkauf seiner Leistungsträger gezwungen, hieß es regelmäßig, doch natürlich gebe es Schmerzgrenzen. Eine solche ist nun offenbar bei Yannick Gerhardt erreicht: Der Mittelfeldspieler steht übereinstimmenden Medienberichten zufolge vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg. Von einer Ablöse zwischen zwölf und dreizehn Millionen Euro ist die Rede. Eine Stellungnahme der Vereine gibt es dazu nicht.
Sollte das Geschäft tatsächlich zustande kommen – es wäre nicht allzu überraschend. Seit Wochen wird neben Timo Horn und Jonas Hector auch Gerhardt als einer der Spieler genannt, die den Klub bei einem entsprechenden Angebot verlassen könnten. Dass es im Fall der finanzstarken Wolfsburger nicht am Geld scheitern wird, ist klar. Und weil die Niedersachsen die enttäuschende Saison auf dem achten Tabellenplatz beendet haben und die Qualifikation für das internationale Geschäft verpassten, ist beim VfL, dessen Chefscout der ehemalige FC-Spieler Pierre Littbarski ist, von einem personellen Umbruch die Rede. Ein Transfer von Gerhardt ist angesichts dessen gut vorstellbar: ein junger und ehrgeiziger, überaus begabter Spieler, der sich in den vergangenen Jahren einerseits prima entwickelt hat, andererseits aber längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist. Spieler dieser Kategorie sind wie gemacht, um eine nachhaltige Trendwende einzuleiten.