Dortmund erlebt eine böse Überraschung

29. November 2020

Beitrag in der Welt am Sonntag

Das Leiden des 1. FC Köln nahm ausgerechnet beim Meisterschaftskandidaten Borussia Dortmund ein Ende. Das Team gewann nach 18 sieglosen Partien in der Liga mal wieder ein Spiel, 2:1 (1:0) stand es am Ende – eine Blamage für den BVB. „Dass in diesem Spiel der Zeitpunkt gekommen ist, hätten die wenigsten geglaubt. Aber wie wir uns reingehängt haben gegen den an sich übermächtigen Gegner, ist vorbildlich gewesen“, sagte der Kölner Torwart, einer der Garanten des Sieges. Die Kölner konnten nicht nur in der Defensive überzeugen, sondern schnell auch offensiv ein Ausrufezeichen setzen. Bereits in der neunten Minute gingen sie in Führung. Ellyes Skhiri hatte nach einer Ecke keine Mühe, er traf mutterseelenallein im BVB Strafraum zum 1:0. Schon das war verdient, die Gäste waren im ersten Abschnitt die bessere Mannschaft. Die lange Misserfolgsserie war ihnen auf jeden Fall nicht anzumerken. Köln gewann erstmals seit fast 30 Jahren (2:1 im April 1991) wieder in Dortmund, weil der BVB zuließ, dass Skhiri eine Kopie seines ersten Treffers gelang: wieder nach einer Ecke, erneut allein auf weiter Flur (60.). Das 1:2 von Thorgan Hazard (74.) war zwar ein Hoffnungsschimmer für die Borussen, doch es reichte nicht. Köln war einfach einen Tick besser. WS