Beitrag auf faz.net von Christian Kamp
Die Kölner setzen sich gegen Mainz 05 mit 2:0 durch und schaffen damit zum ersten Mal seit 25 Jahren den Sprung in den Europapokal.
Fast 25 Jahre ist es her, dass der 1. FC Köln in Europa „Tschö“ sagte. Ein Erstrunden-Aus gegen Cletic Glasgow im Uefa-Cup beendete die schöne Gewohnheit, sich mit internationalen Größen zu messen. Eine gefühlte Ewigkeit also – und entsprechend frenetisch wurde am Samstag die Rückkehr gefeiert. Jonas Hector (43. Minute) und Yuya Osako (87.) waren mit ihren Treffern zum 2:0 gegen den FSV Mainz 05 die Stimmungsmacher an einem Nachmittag, der das Kölner Aufbauwerk von Trainer Peter Stöger und Manager Jörg Schmadtke zu einem sportlichen und emotionalen Höhepunkt führte: Platz fünf und damit die direkte Qualifikation für die Gruppenphase der Europa League.
Nur Sekunden nach dem Schlusspfiff war der Rasen von Kölner Fans geflutet, es wurde „Hallelujah“ gesungen – der FC war wieder da. Es schien schon auf eine torlose erste Hälfte hinauszulaufen. Doch dann öffnete sich unerwartet eine Gasse für Hector, und weil bei dessen Schuss aus zentraler Position auch noch Torwart Huth eine Lücke ließ, führte der FC. Auch nach der Pause wehrten sich die Mainzer. Doch als Osako traf, gab es keine Zweifel mehr.