Beitrag auf ksta.de von Philip Sagioglou
Köln - Es gibt viele Kennzahlen und Ereignisse, an denen sich der Fortschritt einer Fußballmannschaft bemessen lässt. Wer etwa die Leistung des 1. FC Köln in der noch laufenden Saison bewerten möchte, wird zunächst auf Punkte und Tore blicken, auf den Tabellenplatz und den Unterhaltungsfaktor.
Dabei liegt das größte Indiz der Weiterentwicklung ja darin, dass gewisse Dinge eben nicht stattgefunden haben: Abstiegskampf, Missmut oder gar Panik. Durch das 0:0 in Augsburg hat der FC all seine Zielsetzungen erfüllt, während ein großer Teil der Liga noch darum kämpft oder die Ambitionen nach unten korrigiert hat.
Der Klassenerhalt war den Kölnern schon zuvor gewiss, durch das Remis in Augsburg haben sie ihren 41. Punkt gesichert – der Fortschritt im Gegensatz zur vergangenen Saison lässt sich jetzt auch auf dem Papier nachweisen. „Wir haben jetzt unsere zweite kleine Zielsetzung erreicht“, sagt Peter Stöger und meint: „40 Punkte plus x“.
Zwei Wochen vor dem Ende der Saison hat sein Team den achten Tabellenplatz behauptet. Dass der FC am letzten Spieltag beim BVB punktet oder gar gewinnt, ist eher unwahrscheinlich – die Dortmunder siegen derzeit ja, unabhängig vom Gegner, mit einer Differenz von mindestens drei Toren.
Zuvor steht aber am Samstag (15.30 Uhr) ja noch das Spiel gegen die abstiegsbedrohten Bremer an – eine Partie mit Potenzial: Ein Heimsieg würde dem FC nicht allein vor der Sommerpause einen schönen Abschied von den eigenen Fans garantieren, sondern könnte das beste Kölner Ergebnis seit 24 Jahren fixieren. „Wenn wir da noch etwas mitnehmen, gelingt es vielleicht wirklich, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen – das wäre eine richtig gute Geschichte“, sagt Stöger. In der Tat: Einstellig – das gab es für den FC ja zuletzt in der Saison 1991/92, damals unter der Leitung von Jörg Berger.